Das Leben danach

Vorher: Alles klar, nette Freunde sogar
nie wirklich einsam, oftmal zweisam,
genommen den Tag, bewältigt die Klag,
öfter gefreut, manches bereut,
sich geliebt gefühlt, manchmal aufgewühlt,
Wut, Mut und Tränen gelebt,
durch die Liebe in den
siebten Himmel entschwebt.
Kurz: Ein normales Leben geführt,
Höhen und Tiefen gut gespührt.

Dann: Von einem verrückten erwischt.
jedes Gefühl erlischt,
Gedanken schwirren wild umher,
wenn doch gleich alles zu ende wär.
Gewehrt?
Natürlich!
Aber dennoch entehrt.
Was jetzt? Die Zeit steht still.
Gibt es jemand, der helfen will?
Am besten daheim verkriechen,
am liebsten langsam dahin siechen.

Später: Freunde? Sie sind verschwunden,
halten sich lieber an die gesunden.
Ausgegrenzt von der Gesellschaft,
nicht mehr genügend Kraft.
Aufstehn ist da wirklich schwer,
reden, handeln noch viel mehr.

Darum ist es äußerst wichtig
aufzuklären - aber richtig!
Passieren kann das jedem mal.
Es gibt hilfen, zu erleichtern die Qual.
Sofort an die entsprechende Stelle wenden,
nicht kostbare Zeit verschwenden,
vielleicht kann man den Täter ja kriegen
und ein wenig die
entstandene Angst besiegen.