Kennst du das Gefühl? II

Kennst du das Gefühl
jemandem in die Augen zu schauen und zu glauben,
nach Hause zu kommen?

Kennst du das Gefühl, sich ganz sicher zu fühlen,
ganz geborgen und geliebt? So glücklich, dass du Matheformeln als
Gedicht zu interpretieren beginnst?

Kennst du das Gefühl?

Während ich dasitze und an dich denke, scheint die
Zeit stehen zu bleiben.
Meinen Herzschlag höre ich so laut, dass er
jedes Geräusch übertönt.
Es scheint, als gäbe es im Augenblick nur mich,
so fern und gläsern ist die Welt

Ich suche in meiner Erinnerung nach deinem Gesicht.
Deine Augen sehen mich an mit einer Mischung
aus Sehnsucht, Zurückhaltung und Zuneigung.
Eine Strähne rutscht in deine Stirn,
und mein Magen verkrampft sich vor Lust,
sie in dein Haar zurückzustreichen.

Ein Verlangen, dich im Arm zu halten,
deine Nähe zu spüren, dich zu riechen,
dich zu schmecken.
Nachts liege ich wach und träume mit offenen Augen von dir.
Ich spüre, wie meine Hand
über dein Kinn streichelt, wie meine
Lippen deinen Nacken liebkosen.

Du scheinst so real in meiner Vorstellung, dass ich mich
regelrecht an dich klammere.
Zärtlich drängt sich mein Körper an deinen.
Meine Arme umschließen dich. Es gibt nichts um uns herum;
es ist weder dunkel noch hell.

Es ist weder schwarz noch weiß. Es ist nichts diese seltsame Freude,
die ich gern und so tief empfinde.
Du bist mein Leben, und obwohl ich es dir schon so oft gesagt habe,
dass ich es nicht mehr zählen kann, muss ich es immer
wieder sagen, will ich es hinaus schreien in aller Welt.
So laut, dass der ganze Globus es hören soll:
Wie sehr ich dich liebe.