Vertrauter Feind

Die Klinge öffnet meine Haut
Das Blut, es fließt in tiefem Rot
Der Anblick ist mir so vertraut
 
Der Schmerz durchströmt mich – wunderbar..
Wenn die Glut das Fleisch versengt
Und wenn ich dann fühle, ich bin wieder da
Unverletzt und ungekränkt

Vertreib die Gedanken
Schlag den Kopf gegen Wände
Spürst du denn nicht auch die Kraft
Die der Schmerz tief in dir schafft?
Leg sie dir selbst in die Hände

Die Fingernägel kratzen wieder
Über Arme, Beine und Gesicht
Kratzen, werden niemals müde
Und aufzuhalten sind sie nicht
Ein wohliges Brennen in den offenen Wunden
Mein Herz nun zufrieden so verletzt und geschunden  

Doch hält es nur für kurze Zeit
Dann brauche ich es wieder
Dieses Gefühl, das mich befreit
Es fühlt sich an wie kaltes Fieber
Wenn der Druck mich wieder fesselt
So bist du ein Feind dem ich immer vertrau’
Mein einziger Freund, mein SVV