Selbstverletzendes Verhalten - Was ist das eigentlich?
Mit selbstverletzendem Verhalten (SVV) oder autoaggressivem Verhalten beschreibt man eine ganze Reihe von Verhaltensweisen, bei denen sich betroffene Menschen absichtlich Verletzungen oder Wunden zufügen. Häufig finden sich die Wunden von Schnitten o.ä. an Armen oder Beinen, aber auch andere Körperteile werden verletzt.
Bei selbstverletzendem Verhalten besteht in der Regel keine direkte Suizidabsicht, wenngleich betroffene Menschen häufig entsprechende Gedanken haben. Selbstverletzendes Verhalten ist oftmals, aber nicht immer, ein Symptom einer psychischen Erkrankung (v.a. Borderline-Persönlichkeitsstörung).
SVV (SelbstVerletzendesVerhalten) kann in verschiedensten Variationen auftreten:
- Schneiden
- Verbrennen und Verbrühen
- Stechen Kratzen der Haut,oftmals bis eine offene Wunde entsteht
- regelmäßiges Öffnen verheilender Wunden,Abzupfen von Wundschorf und Aufbeißen der Mundschleimhaut
- Exzessives Nägelkauen und Nagelbettreißen
- Verätzen der Haut mit Chemikalien
- Einnahme geringer (nicht tödlicher Mengen) giftiger substanzen oder Verschlucken von Gegenständen haarung (incl. Wimpern und Augenbrauen)
- Schlagen bis hin zu Blutergüssen und Knochenbrüchen, Schlagen des Kopfes gegen harte Oberflächen
- Abschnüren einzelner Körperteile,um deren Durchblutung zu behindern
- Blut ablassen
- Schmutzwasser injizieren
- Metallschlucken (Gefängnis) (Mnner bevorzugen häufig diese Art der Selbstverletzung)
- Eßstörungen (Magersucht,Eß -Brechsucht,Fettsucht)
- Suchtkrankheiten (Alkohol,Drogen,Medikamente)
- Indirekte Selbstschädigung:
- Unfallneigung
- Wahnhafte Angst vor körperlicher Mißbildung
– Dymorphophobie (fließender Übergang zur Schönheitschirugie, zum Bodybuilding)
- Hypochondrie
- Psychisch bedingte Schmerzzustände.Die meisten verletzen sich an Stellen,die niemand sehen kann.Sie tragen lange Ärmel und verstecken ihre Wunden.Betroffene Körperteile sind:
- Arme und Handgelenke - Beine - Bauch - Kopf
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