Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich werde euch hier etwas mehr über meine Eltern erzählen. Vermutlich fragt ihr euch „Warum?“, aber das weiß ich im Moment selbst nicht. Ich will sie nicht vorstellen oder so, vielmehr möchte ich deutlich machen, wie dankbar ich ihnen bin. Klingt schon wieder komisch, ich weiß, aber das ist jetzt erstmal egal. Ich finde es gerade wichtig es einfach mal so auszusprechen wie es ist.
Ich bin meinen Eltern dankbar, dankbar dafür, dass sie mich trotz jeglichen Scheiß den ich verbockte, unterstützen und immer für mich da sind. Vor ein Paar Tagen ist etwas vorgefallen, worüber ich im Moment zwar nicht reden kann, ist aber auch egal, denn was zählt ist, dass mir dieses "Erlebnis" gezeigt hat, dass ich mir die ganze Zeit nich wirklich darüber bewusst war, was ich für mega geile Eltern habe.
Keine Ahnung wie ich da jetzt genau drauf gekommen bin, aber eins weiß ich, ich bin verdammt froh, dass ich diese Erkenntnis endlich habe. Ich glaube ich kanns ihnen nicht so wirklich zeigen, vielleicht ist aber diese kleine Seite hier der erste Schritt auf dem Weg dahin?! Mal sehen wie es weiter geht.... :)
Sicher kommt jetzt die Frage auf, was an meinen Eltern so toll ist, richtig? Ok, ich wills ja gar nicht verheimlichen. Die letztes Wochen, nein das ganze letzte Jahr, hat mir gezeigt, dass meine Eltern vollkommen hinter mir stehen. Besonders meiner Mutter möchte ich danken, dass sie in der Zeit mit den ewigen Kriegen mit meinem „Ex-Klassenlehrer“ immer wieder hinter mir stand und mir geglaubt hat. Und eins könnt ihr mir glauben, da gab es einige Situationen in denen ich mir, wenn ich mir nicht 100% sicher gewesen wäre, selbst nicht geglaubt hätte. Aber meine Mum hats getan und dafür möchte ich ihr einfach mal „Danke“ sagen.
Meine Eltern haben auch noch eine Charaktereigenschaft, an der es vielen anderen Eltern zum Leiden ihrer Kinder leider mangelt. Sie sind verständnisvoll. Wenn ich ihnen irgendetwas erzähle, was nicht so angenehm ist, rasten sie nicht immer „gleich“ aus, schreien rum oder drehn sonst irgendwie ab, sondern hören erst mal zu und versuchen einfach zu verstehn. Mit jedem Mal, wo ich wieder irgnendwelchen Mist baute, der meine Eltern zur Verzweiflung brachte, habe ich gespürt, wie weh ich ihnen damit tue. Ich bereue so einige Reaktionen von mir auf eigentlich kleine, unwichtige Dinge, aber ich kann die Zeit nicht zurück drehen, um die Vergangenheit zu ändern. Aber ich hab die Zukunft die ich durch meine jetzige Gegenwart beeinflussen kann. Das ist mein Ziel. Ich will meinen Eltern nicht mehr ungewollt weh tun, ich will nicht mehr, dass sie wegen mir traurig oder verzweifelt sind. Also muss ich was ändern. Ich muss mich ändern... Ich weiß, dass ich das schaffen kann, weil ich Eltern habe, die mich dabei unterstützen werden, selbst wenn sie gar nichts von meinem "Sinneswandel" wissen. Es passiert völlig unbewusst. Einfach dadurch, dass sie so sind, wie sie sind...!
Viele Jugendliche in meinem Alter schämen sich für ihre Eltern, wollen sie nirgends dabei haben, weil sie ihnen peinlich sind, haben oft Streit mit ihnen oder verstehen sich von grundauf nicht mit ihnen. Bei mir ist das vollkommen anders. Ich würde niemals über meine Lippen bringen: "Meine Eltern sind mir peinlich!", denn das wäre eiskalt gelogen. Meine Eltern sind mir kein Stück peinlich. Ich bin stolz auf meine Eltern. Stolz darauf, dass sie so sind, wie sie sind. Ich könnt mir gar keine besseren Eltern wünschen. Klar nerven die mal, und sicher geh'n die mir mal voll auf den Keks, aber hey, dafür sind sie meine Eltern. Eltern müssen ihren Kindern auch einfach mal auf'n Nerv gehen, sonst wärens keine Eltern mehr.
Ich will noch ein paar Dinge über meinen Dad erwähnen. Er spielt auch eine sehr wichtige Rolle. Manchmal denke ich, er will Probleme nicht sehen, ihnen lieber aus dem Weg gehen, aber eigentlich ist es nicht so. Im Gegenteil, er hat eben nur eine andere, seine eigene Art mit ihnen umzugehen und sie zu verarbeiten. Manchmal kann man denken, dass ihm eigentlich so ziemlich alles am Hintern vorbei geht, aber das ist eben seine Art. Ich hab lange, sehr lange gebraucht, um das zu kapiern. Das bemerkenswerteste, was ich an meinem Dad jedoch finden kann ist, dass er alles für tun würde, nur damit es meiner Mutter und mir gut geht und wir uns wohl fühlen. Mein Dad ist jemand, der es nicht sonderlich gut drauf hat, seine Gefühle offen vor anderen zu zeigen. Aber ein ganz besonderes Gefühl und meines Erachtens nach das Wichtigste, macht er ganz deutlich: die Liebe zu meiner Mum!
Man kann mit meinem Dad vielleicht nicht extrem viel Scheiß machen und er ist auch nicht für jeden Spaß zu haben, da er auch schon etwas älter ist, um es mal jetzt freundlich auszudrücken^^ Allerdings hat er, wie jeder Mensch, seine sehr ernsten Seiten. Die kommen meistens zur Geltung, wenn es um seine Kinder, seine Familie geht. Ich kann mit meinem Dad nicht über ernste Dinge reden, jedenfalls nicht über ernste Dinge die mich anbelangen. Ich könnte nie mit ihm über mein SVV reden, ich weiß auch nicht woran es liegt. Es ist nicht so, dass ich denke, er würde es eh nicht verstehen, aber irgendwie is er für mich mehr die Person, mit der ich reden kann wenn Probleme jeglicher technischer Art anfallen aber nicht, mit der ich über sowas rede. Ich kann auch gar nicht genau beschreiben, warum ich so denke, so fühle. Es steckt einfach so in mir drinnen. Ich glaube, dass liegt mit unter auch an seiner Art...
Meine Mom ist eher die, mit der man auch über sehr ernste Themen reden kann. Aber nicht das man jetzt denkt, mit meiner Mum könnte man keinen Spaß haben, im Gegenteil. Meine Mutter ist ein durchgeknalltes Huhn und da bin ich verdammt stolz drauf...! Ich bin stolz, ein so verdammt gutes Verhältnis zu meiner Mum zu haben. Ich weiß, dass ich nicht immer einfach bin und ihr eine Menge Sorgen bereite, dass ich ihr verdammt weh tu manchmal, durch meine Verschlossenheit, durch viele meiner Launen, aber wenn ich dann sehe, wie ich ihr damit weh tue, tut es mir selbst noch sehr viel mehr weh. Ich will das eigentlich gar nicht, das passiert auch ganz bestimmt nicht mit Absicht, aber es passiert und dafür hasse ich mich. Aber ich geb mir die größte Mühe, es zu ändern. Wenn man mich jetzt mit meinem „Ich“ vor einem Jahr vergleicht, dann denke ich sieht man, dass es sich bereits um einiges verbessert hat.
Ich möchte noch einmal sagen, dass ich mir keine besseren Eltern vorstellen könnte, ich verdammt stolz darauf bin, solche Eltern zu haben und ich sie verdammt lieb hab!!!!